Montag, 2. Juni 2014

„Gegrillte Rote Beete“ oder „Wie wir unser Rote Beete Beet aßen“.

Die überschaubare Popularität der Roten Rübe mag – neben ihrem eigenwillig erdigen Aroma – auch ihrem unattraktiven Äußeren geschuldet sein. Dinosaurierdung gehört beim Betrachten der rotbraunen Knollen zu den schmeichelhafteren Assoziationen. Umso unverständlicher, dass uns das Filetstück dieses edelsten aller Gemüse systematisch vorenthalten wird. 

Dem Betrachter eines Rote Beete Beetes bietet sich nach wenigen Wochen ein prächtiges Bild: Kräftige, purpurne Stiele durchziehen saftig grüne, bauschige Blätter, ein Augenschmaus, der nicht von Ungefähr an Mangold erinnert, gehören doch beide Pflanzen zu den Fuchsschwanzgewächsen. Und genau wie Mangold lassen sich Blätter und Stiele der Roten Rübe zubereiten: Gekocht, gebraten oder, bei den jungen Blättern, roh im Salat. 

Über das Ergebnis freut sich nicht nur der Gaumen. Der Oberbau der Roten Rübe ist ihrer Knolle auch anderweitig überlegen, beispielsweise durch den sechsfachen Gehalt an Vitamin C. Wie wir unser Rote Beete Beet leer gegrillt haben, erfahrt ihr hier!

Die Zutaten:
  • vier Rote Rüben mit Stielen und Blättern
  • eine Packung Halloumi-Käse oder eine vegane Alternative (ca. 250 g)
  • eine Handvoll Kräuterseitlinge oder Rosé Champignons
  • Gemüse nach Gusto (ca. 400 g)
  • zwei EL grünes Pesto
  • Frischkäse oder eine vegane Alternative nach Belieben
  • Meersalz und schwarzer Pfeffer aus der Mühle
1. Trennt die Stiele kurz oberhalb der Knolle ab. Teilt die Stiele von den Blättern und sortiert welke oder schlappe Blätter aus.
2. Schneidet die Stiele in etwa ein Zentimeter lange Stücke.
3. Legt die Blätter der Länge nach nebeneinander, rafft sie mit der Hand zusammen und zerschneidet sie ebenfalls in Abständen von etwa einem Zentimeter.
4. Würfelt das übrige Gemüse und wascht es mit den Rote Beete Blättern und -Stielen (das Foto zeigt aus ästhetischen Gründen nur die schönen Stiele).
5. Putzt die Pilze mit einem Tuch und schneidet sie in Quadratzentimeter große Würfel. Schneidet den Halloumi in kleinere Würfel.
6. Schält die Knollen mit einem Gemüseschäler und schneidet sie in Quadratzentimeter große Würfel. Entfernt dabei die letzten Reste der Stiele und Wurzeln.
7. Gebt alle Zutaten in die Plastiktüte, in der ihr die Pilze abgewogen habt, dazu jeweils zwei Esslöffel Frischkäse und grünes Pesto sowie reichlich Salz und Pfeffer. Knotet die Tüte zu und knetet sie ordentlich durch, so dass sich die Marinade verteilt.
8. Begebt euch zum nächsten Grillfest! Statt Alufolie empfehle ich eine Grillpfanne aus Edelstahl. Zum Garen müsst ihr eine halbe Stunde einplanen und gelegentlich mit dem Holzlöffel wenden. Dafür bleibt das Gemüse bissfest und schmeckt schön rauchig!

Zum Weiterlesen auf dem Suttnerblog:
> Der Fuchsschwanz, ein Wolf im Schafspelz