Donnerstag, 20. Dezember 2012

Ganz schön anziehend: Der Freundeskreis Suttnerpark.

Für die jüngste Entwicklung beim Freundeskreis Suttnerpark
Spring / Summer 2013: der Trend geht zum offensiven Gärtnern
Ho, ho, ho: Pünktlich zur Weihnachtszeit schmeißt der Freundeskreis Suttnerpark seine Marketing-Maschinerie an! Habt ihr Lust auf den freshen Style aus Altona Nord? Trag euch nicht länger mit dem Gedanken. Tragt Freundeskreis Suttnerpark. So einfach geht es:
  1. Ihr verleiht eurem Wunsch Ausdruck. Vorzugsweise über das Kontaktformular hier auf dem Blog oder via Facebook.
  2. Ich freue mich und erfreue euch mit dem Freundeskreis Suttnerpark Logo im EPS-Format für mustergültigen Flexdruck.
  3. Ihr kramt in den Tiefen eures Kleiderschranks nach einem adäquaten Textil oder kauft eines. Aber bitte nicht bei KiK und Konsorten.
  4. Ihr latscht mit der zu verzierenden Klamotte, der Datei und einem Zehner zur nächsten Textildruckerei.
  5. Ihr verlasst den Laden modischer, als ihr ihn betreten habt. Oder mit einem 1A-Geschenk für Freunde und Familie.
An dieser Stelle noch mal vielen Dank an meinen illustren Illustrator Mark, der das Logo ersonnen und entworfen hat. Eine runde Sache!

Mittwoch, 12. Dezember 2012

Das Hochbeet im Suttnerpark und seine Ableger.

Beet Avantgarde: Der Beet-Club Altona im Suttnerpark
Aus dem Widerstand gegen die Vattenfall-Trasse ist im Mai 2012 der Beet-Club Altona entstanden: Mit einem Hochbeet im Suttnerpark hat sich die erweiterte Nachbarschaft dem Atom- und Kohlestromkonzern in den Weg gepflanzt. Vattenfall ist gewichen. Das Hochbeet ist geblieben. Und seine praktische Bauweise aus Drahtkörben und Kokosmatten hat schnell andernorts Wurzeln geschlagen. Hier einige Impressionen:

Berlin. Ein Beet schafft Nachbarschaft.
Im Juli keimte die Lust am Gärtnern mit Gabionen in Berlin, und zwar bei der Wohnungsbaugenossenschaft „Berolina. Unter der wissenschaftlichen Ägide des Leibniz-Zentrums für Agrarlandschaftsforschung und der Landwirtschaftlich-Gärtnerischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin entstand ein Nachbarschaftsbeet. Wie bei uns in Hamburg zeigte sich schnell: Gemeinsames Gärtnern ist keine Frage der Generation – und neben Pflanzen wachsen dabei Freundschaften! 

> Hier findet ihr Berichte und Fotos vom Nachbarschaftsgarten der Berolina

Noch mangelt es dem Beet an Höhe (Foto: ZALF)
Der passende Rahmen ist schnell gefunden (Foto: ZALF)
Verkleidung aus Kokosmatten, Grund aus Grassoden und Pflanzenresten (Foto: ZALF)
Gärtnern auf hohem Niveau (Foto: ZALF)
Umzugshelfer für Kräuter, Blumen und Gemüse (Foto: ZALF)
Herausragende Erdbeeren (Foto: ZALF)
Ein gerader Rücken kann auch entzücken (Foto: ZALF)
Das muss begossen werden! (Foto: ZALF)

Hamburg. Beete für Kinder ohne Garten. 
Dass Obst und Gemüse nicht eingeschweißt bei ALDI wachsen, sollten Kinder so früh wie möglich lernen. Beim Projekt „Gärtnern ohne Garten in der Kita“ erhielten darum zehn Hamburger Kitas Material für den Anbau von Nutzpflanzen auf knappem Raum. Auch hier stand unser Hochbeet Pate. Folgende Fotos zeige ich mit freundlicher Genehmigung des Kinderladens Maimouna, der als Anlieger der Holstenstraße, genau wie unser Beet-Club Altona im Suttnerpark, direkt von der Vattenfall-Trasse betroffen gewesen wäre.

> Hier erfahrt ihr mehr über das Gärtnern beim Maimouna e.V. (PDF)

Ausgezeichnet: im Oktober wurde der neue Kita-Garten prämiert (Foto: Maimouna)
Da haben wir den Salat! (Foto: Maimouna)
Junges Gemüse bei der Ernte (Foto: Maimouna)
Kleine Experten in Sachen Wachstum (Foto: Maimouna)

Dienstag, 27. November 2012

Interview: Marion wechselt zu Naturstrom.


Hamburg wird sauberer: Die Suttnerblog Ökostrom-Offensive

Viele meiner Freunde haben sich bereits für Ökostrom entschieden, laufend werden es mehr. Was ihnen bei der Wahl des Anbieters wichtig war, welche Erfahrungen sie beim Wechsel gemacht haben und wie es sich mit Ökostrom lebt, erzählen sie hier auf dem Suttnerblog in kleinen Interviews

Vorname: Marion
Alter: 28
Beruf: Strategic Planner
Stromanbieter alt: Vattenfall
Stromanbieter neu: Naturstrom
Wechsel: März 2011

Hallo Marion! Du beziehst nun schon seit längerem Ökostrom. Was hat dich dazu bewogen?

Marion: Nach der Katastrophe in Japan war für mich klar, dass jeder einzelne von uns ein Zeichen setzen muss, damit wir auf lange Sicht ohne Atomkraftwerke auskommen. Und nach einiger Recherche habe ich mit Naturstrom einen Anbieter gefunden, der wirklich grünen Strom produziert, aber kaum teurer ist als die Grundversorgung von Vattenfall. Damit war klar, dass ich das machen muss – und es kein Luxus ist, wie ich vorher immer gedacht hatte.

Das war 2011. Aktuell ist Naturstrom sogar deutlich günstiger als die Grundversorgung von Vattenfall. Viele Menschen sind bei Ökostrom trotzdem skeptisch, weil sie fürchten, für eine Mogelpackung zu bezahlen. Warum kannst du Naturstrom empfehlen? 

Marion: Auf der Website von Naturstrom wird sehr gut aufgeschlüsselt, aus welchen Quellen der Strom stammt. Außerdem wirbt Naturstrom mit verschiedenen Testsiegeln und Empfehlungen, zum Beispiel vom BUND. Deswegen bin ich mir ziemlich sicher, dass das wirklich Ökostrom ist, für den ich da bezahle.

Die Nennung der Erzeugungsanlagen auf der eigenen Website ist dafür jedenfalls ein sehr gutes Zeichen. Außerdem wird Naturstrom als einer von vier Anbietern vom unabhängigen Bündnis Atomausstieg selber machen empfohlen. Nachdem deine Wahl auf Naturstrom gefallen war, wie aufwändig gestaltete sich der Wechsel?

Marion: Der Wechsel war ziemlich unkompliziert. Wenn ich mich recht erinnere, musste ich einfach nur in einem Formular auf der Website Zählernummer und -stand eintragen, die üblichen Daten wie Adresse und Bankverbindung angeben und bekam kurze Zeit später Post mit den Vertragsunterlagen. Also alles ziemlich easy, nachdem man sich einmal für den Anbieter entschieden hat.

Hast du seit dem Wechsel eine andere Beziehung zu deinem Energieversorger, informierst du dich zum Beispiel über Neuigkeiten im Kundenmagazin oder bei Facebook? 

Marion: Nein, nicht wirklich. Obwohl Naturstrom sehr darauf bedacht ist, seine Kunden mit Informationen zu Nachhaltigkeitsthemen zu versorgen. Ich habe beispielsweise schon ein Zertifikat dafür bekommen, dass ich jetzt Naturstrom nutze. Und außerdem gibt es ein- bis zweimal im Jahr ein Kundenmagazin. Das finde ich wirklich gut, denn von mir aus würde ich eher nicht mit meinem Stromversorger in Kontakt treten.

In vielen Medien wird die Energiewende maßgeblich für die steigenden Strompreise verantwortlich gemacht. Wie beurteilst du als Ökostrom-Kundin diese Debatte?

Marion: Ich finde, dass solche Diskussionen heute eigentlich viel zu komplex sind, um sie von allen Seiten zu beleuchten und zu der einzig gültigen Wahrheit zu kommen. Ich kann nachvollziehen, dass die Umrüstung viel Geld kostet, allerdings sollten die Verantwortlichen auch darüber nachdenken, dass wir damit sowohl Versäumnisse der Vergangenheit abzahlen müssen, als auch für die Zukunft vorsorgen. Meiner Meinung nach ist es dumm, die Energiewende wegen der nötigen Investitionskosten zu stoppen – das wird für die Menschheit auf lange Sicht deutlich teurer. Und ich glaube und hoffe, dass viele meiner Mitmenschen ähnlich denken. Geld ist nicht alles und so lange wir uns teure Klamotten, Autos, Urlaube oder was auch immer leisten können, sollte der Ökostrom das letzte sein, an dem wir sparen.

Marion, vielen Dank für das Interview und Glückwunsch, dass du Vattenfall den Stecker gezogen hast!

Mehr Stromwechsler auf dem Suttnerblog:

Montag, 26. November 2012

Ökostrom Preisübersicht 2013.

[update:] Hier geht’s zur Ökostrom Preisübersicht 2014.

Die steigenden Strompreise sind ein guter Grund, zu Ökostrom zu wechseln: Ab 2013 wird der Vattenfall Basis-Tarif von mehreren empfehlenswerten Ökostromanbietern unterboten; wer bei Atom- und Kohlestrom bleibt, zahlt unter Umständen drauf! Doch auch wer bereits Ökostrom bezieht, kann einen Wechsel in Erwägung ziehen. Denn bei den Ökostromversorgern hat sich einiges getan. Zum Beispiel wurde Greenpeace Energy von LichtBlick als teuerstem Anbieter überholt. Die EWS hingegen schneiden, im Vergleich zum Wettbewerb, deutlich günstiger ab als 2012. Warum also nicht mal den Ökostromanbieter wechseln? Der Aufwand ist gering und die jährliche Ersparnis liegt leicht bei 50 Euro oder mehr.

Im Folgenden findet ihr einen Preisvergleich zwischen der Vattenfall Grundversorgung in Hamburg und empfehlenswerten Ökostromanbietern.


Grundgebühr/MonatCent/kWhPreisgarantie bis
Vattenfall (Basis)*6,10 €27,39---
EWS6,90 €26,7531.12.2013
Greenpeace Energy8,90 €27,6531.12.2013
Hamburg Energie*6,00 €25,60 31.12.2013
LichtBlick8,95 €27,4831.12.2013
Naturstrom7,95 €25,7531.12.2013
NaturWatt*
VerbrauchsabhängigVerbrauchsabhängig12 Monate ab Lieferbeginn

Wenn ihr euren Stromverbrauch nicht kennt, hier eine Orientierungshilfe:


2.000 kWh/Jahr
(1 Person**)
3.500 kWh/Jahr
(2 Personen**)
5.000 kWh/Jahr
(4 Personen**)
Vattenfall (Basis)*621,00 €1032,00 €1.443,00 €
EWS617,80 €1.019,05 €1.420,30 €
Greenpeace Energy659,80 €1.074,55 €1.489,30 €
Hamburg Energie*584,00 €968,00 €1.352,00 €
LichtBlick657,00 €1.069,20 €1.481,40 €
Naturstrom610,40 €996,65 €1.382,90 €
NaturWatt*589,00 €979,00 €1.368,00 €
*Preisregion Hamburg
**ungefähre Richtwerte laut de.wikipedia.org

Was verstehe ich unter einem empfehlenswerten Anbieter von Ökostrom?
  1. Unabhängigkeit von Atom- und Kohlestromkonzernen wie Vattenfall, RWE, E.ON und EnBW
  2. Strom aus mindestens 50 % erneuerbaren Quellen und maximal 50 % Kraftwärmekopplung
  3. Beitrag zum Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland
Kurzportraits von EWS, Greenpeace Energy, LichtBlick und Naturstrom findet ihr hier. Mehr über NaturWatt erfahrt ihr in meinem Interview.

Alle Angaben sind ohne Gewähr. Stand der Preisübersicht: Mai 2013.

Sonntag, 14. Oktober 2012

„Lesetage selber machen – Vattenfall Tschüss sagen!“ Einladung zur Zwischenrunde im Oktober.

Wer sich ungern von seinem Stromanbieter auf Milliarden verklagen lässt, wer nicht für die Folgen möglicher Reaktorpannen seines Stromversorgers zahlen möchte, wer es ablehnt, über seine Stromrechnung neue Kohlekraftwerke zu finanzieren, wer keinen Energiekonzern bezahlen möchte, der in Deutschland ganze Dörfer zwangsumsiedeln lässt, dem mangelt es nicht an Alternativen zu Vattenfall.

Doch wie steht es um das kulturelle Engagement, das Vattenfall zusammen mit den Hamburgischen Electricitäts-Werken (HEW) gekauft haben möchte? Ohne den Atom- und Kohlestrom von Vattenfall sitzt auch kulturell niemand im Dunkeln. Dafür sorgt seit 2011 „Lesetage selber machen – Vattenfall Tschüss sagen!“, die Alternative zu den „Vattenfall Lesetagen“ (ehemals HEW-Lesetage).

In diesem Jahr sogar zweimal. Denn damit Literaturbegeisterte nicht bis 2013 warten müssen, laden die Veranstalterinnen und Veranstalter des Vattenfall-kritischen Lesefestes erstmals zur Zwischenrunde im Oktober. Und da wahres kulturelles Engagement nicht dazu dient, das schlechte Image von Vattenfall aufzupolieren, dreht sich bei „Lesetage selber machen“ diesmal alles um das Thema Mietenwahnsinn.

Hervorheben möchte ich die Veranstaltung mit Wolf Erlbruch. Wer glaubt, diesen großartigen Illustrator nicht zu kennen: Der Mann verantwortet die Zeichnungen im Kinderbuch „Vom kleinen Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat“. Für die großen und kleinen Gäste von „Lesetage selber machen – Vattenfall Tschüss sagen!“ wird er sein Werk „Die fürchterlichen Fünf“ live noch einmal zeichnen!


Das Menüett las bereits für die Buchhandlung Wohlers (Foto: Literarisches Menüett)
Das Literarische Menüett präsentiert Literarisches zum Thema Mietenwahnsinn
  • Mittwoch, 17.10.2012
  • 18:00 – 21:00 Uhr
  • Lesung mit Kontrabass-Begleitung
  • Planet Pauli (Spielbudenplatz 7 - 11)
  • Eintritt frei, Spende erbeten
Wolf Erlbruch reist extra aus Wuppertal an (Zeichnung: Wolf Erlbruch)
Wolf Erlbruch zeigt sein Bilderbuch „Die fürchterlichen Fünf“ und zeichnet live
  •  Donnerstag, 18.10.2012
  • 15:30 – 17:30 Uhr 
  • Solidaritätslesung mit der Buchhandlung Wohlers 
  • im Kulturladen St. Georg, Alexanderstraße 16 
  • Eintritt frei, Spende erbeten
Frauke Turm verwandelt Haarsträubendes in Literatur (Fotos: Argument Verlag)

Frauke Turm liest aus ihrem Krimi „Zugeschanzt“
  • Sonntag, 21.10.2012
  • 18:00 – 21:00 Uhr
  • in der Aula der Ganztagsgrundschule Sternschanze
  • Schanzenstraße (gegenüber d. S-Bahn Sternschanze)
  • Eintritt frei, Spende erbeten

Donnerstag, 27. September 2012

Am 29.09. auf Kampnagel: Der Beet-Club Altona beim Zukunftscamp der ZEIT-Stiftung.

Das Zukunftscamp ist eine Initiative der ZEIT-Stiftung
Kann man etwas besitzen, das einem nicht gehört? Ernte beim Beet-Club Altona
Oft, wenn ich beim Beet-Club Altona Pflanzen wässere oder an Blättern herumzupfe, fragen mich Passanten: „Ist das euer Beet?“ Ich antworte dann: „Nein. Wir haben es gebaut und kümmern uns darum.“ Auf das Angebot, sich an den Erdbeeren gütlich zu tun, reagieren viele zurückhaltend.

Scheinbar bin ich nicht der einzige, dem das Gärtnern auf öffentlichem Raum ungewohnte Alternativen zum Besitz aufweist. Denn obgleich ich mit dem Hochbeet durch meinen Einsatz von Zeit, Arbeit und Material sehr verbunden bin, ist es nicht meines.

Dieser spannende Aspekt des Urban Gardenings hat dazu geführt, dass ich zum Zukunftscamp .vernetzt# der ZEIT-Stiftung eingeladen wurde. Dort darf ich am Samstag an einer Diskussion teilnehmen, und zwar zum Thema „Wollen wir teilen oder besitzen?“.

Weitere Gäste der von Wirtschaftsredakteur Götz Hamann moderierten Podiumsdiskussion sind CommonsBlog Autorin Silke Helfrich, Car2Go Pressesprecher Andreas Leo und Moritz Avenarius vom Fab Lab St. Pauli. Hier die Fakten:

.vernetzt# Das Zukunftscamp der ZEIT-Stiftung
  • Diskussion „Wollen wir teilen oder besitzen?“
  • Carsharing / Open Source / Urban Garden
  • Samstag, 29.09.2012
  • 16:30 Uhr
  • Parkbühne/Foyer
  • Kampnagel (Jarrestraße 20)
  • Eintritt frei

Mittwoch, 19. September 2012

Der Beet-Club Altona beim 1. Hamburger PARK(platz) Tag am 22.09.2012.

Mehr Platz für Park beim PARK(platz) Tag
> hier erfahrt ihr mehr über den Beet-Club Altona
Hamburg ist nicht eben mit Grünflächen gesegnet. Dennoch müssen tagtäglich Bürgerinitiativen dafür kämpfen, Erholungsgebiete wie den Grünzug Altona vor Zerstörung und Bebauung zu retten. Dieser Diskrepanz zwischen Grün und Grau begegnet am 22.09.2012 der erste Hamburger PARK(platz) Tag.

Zwei Parkplätze in St. Pauli weichen einem Ort für Freizeit und Erholung. Asphalt und Autos weichen Rollrasen und Liegestühlen. Abgase weichen einer erquicklichen Stadtteil-Olympiade. Verkehrslärm weicht Wohlklängen von Musikern wie lùisa oder The Huge Grants.

Und das Beste: Obendrein könnt ihr beim PARK(platz) Tag unseren Beet-Club Altona unterstützen. Tretet einfach bei der vom Nachbarschafts-Netzwerk niriu organisierten Stadtteil-Olympiade für Altona an und sammelt Punkte in Disziplinen wie Tischtennis, Kickern oder Vier-Gewinnt.

Falls Altona am Ende des PARK(platz) Tages vorne liegt, kommen die gesammelten Spenden dem Beet-Club Altona zugute, unserem offenen Urban Gardening Projekt im Suttnerpark. Aber egal, welche Initiative auf diese Weise gefördert wird – der PARK(platz) Tag ist ein Gewinn für uns alle!


1. Hamburger PARK(platz) Tag

Freitag, 14. September 2012

Infotour „Urbane Gärten Hamburg“ – wir sind dabei!

Gärtnern ist eine Wissenschaft – besonders im Wissenschaftsjahr 2012 


Der Beet-Club Altona ist Station der Infotour „Urbane Gärten Hamburg“
Während ich, eher immobil, an den Folgen des Radfahrens darbe, polieren andere schon mal ihre Sättel für einen Ritt quer durch Hamburg: Am Samstag werden Unterstützer verschiedener Urban Gardening Projekte von Garten zu Garten radeln, um einander besser kennenzulernen und über das Gärtnern zu kontemplieren.

Eine Gruppe, deren Interesse am Stadtgärtnern beruflicher Natur ist, bereist die Etappen derweil mit Bus und Bahn. Dazu gehören zum Beispiel Verantwortliche von Stadtverwaltung, Wohnungsbauunternehmen, Schulen, KiTas und Seniorenheimen, die sich für eigene Gartenprojekte inspirieren möchten.

Die Exkursion beginnt um 10:30 Uhr beim Interkulturellen Garten Wilhelmsburg und endet um 19 Uhr mit Grillgemüse auf dem Gartendeck St. Pauli. Wegen meines Beinbruchs muss ich mich darauf beschränken, gegen 16 Uhr vor die Haustür zu humpeln, um den Beet-Club Altona zu vertreten. Ich freue mich über jeden, der mir dabei Gesellschaft leistet!

Die Tour ist Teil des Projektes „Urban Gardening 2.0“ im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2012. Organisatoren sind das Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e. V. und die Landwirtschaftlich-Gärtnerische Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin (HUB) sowie die Initiative GrünAnTeil aus Hamburg.

> zum detaillierten Streckenplan auf Google Maps

Folgende Gartenprojekte nehmen an der Informationstour teil:
• Stadtteilgarten Hamm

Freitag, 31. August 2012

Das Insektenhotel im Suttnerpark.

Bei oberflächlicher Betrachtung erscheint unser Hochbeet im Bertha-von-Suttner-Park als Ort der Ruhe und des Friedens. Doch im Mikrokosmos zwischen Kartoffeln und Kapuzinerkresse spielen sich wahre Dramen ab. Hier regiert das harte Naturgesetz. Und das ist gut so. Schließlich wäre unser Gemüse ohne mörderische Marienkäfer dem Untergang geweiht gewesen.

Mit seinem reichen Nahrungsangebot lockt das Beet eine wachsende Anzahl nützlicher Tiere an. Beheimaten kann es sie ebenso wenig wie der umliegende Suttnerpark. Denn dort verschwindet mit der Bebauung des Electrolux-Areals die letzte große Bastion kreuchender und fleuchender Nützlinge. Es bleiben nur mehr gemähtes Gras und gelichtetes Gebüsch.

Beim Brombeerstrauch neben unserem Hochbeet haben wir daher versucht, Marienkäfer und Wildbiene eine adäquate Heimstatt zu errichten. Kurz darauf fiel das umliegende Grün dem alljährlichen stadtgärtnerischen Kahlschlag zum Opfer. Unser Bauwerk gleicht nun eher einem Mahnmal, dass im Suttnerpark zwar eine gewisse Flora geduldet, jedwede Fauna aber unerwünscht ist.

Hier ein paar Fakten über unser Insektenhotel:

Grundstück gesucht. 
Insekten mögen es kühl. Daher empfiehlt sich ein Baugrund im Halbschatten, zum Beispiel bei einer Hecke. Unseren Prachtbau umringten, bis die Gärtner kamen, üppige Sträucher. Wichtig ist außerdem ein ebenes Fundament.
 
Der Park als Baumarkt.
Hurra – ein Insektenhotel kann man prima aus vermeintlichem Müll bauen. Unser Rohbau besteht aus einem Stapel alter Paletten. In den Etagen sorgen Fundstücke aus Park und Garten für Wohnlichkeit.

Igel im Erdgeschoss. 
Als es im Suttnerpark noch Rückzugsorte gab, lebte hier ein Igel. Obgleich er die stattliche Armada Spanischer Wegschnecken, die allabendlich unser Hochbeet umschleicht, als ungenießbar erachtet, hätten wir ihn gerne wieder. Ihn erwartet ein heimeliger Unterschlupf voller Laub.

Sieg nach Punkten für die Marienkäfer. 
Zwischenzeitlich litt unser Hochbeet an üblem Lausbefall. Dann kamen die Marienkäfer. Das Problem war gegessen. In unserem Insektenhotel können sie zwischen Ästen und Wurzeln überwintern. Genauso wie Ohrwürmer und viele andere Nützlinge, die dem Lausschmaus fröhnen.

Wo Wildbienen sesshaft werden. 
Anders als ihre honigschlemmenden Schwestern leben die friedliebenden Einsiedlerbienen alleine. Zur Eiablage präferieren sie kleine Löcher in sonniger, witterungsgeschützter Lage. Die Innenwände müssen absolut glatt sein. Wir offerieren unseren Gästen eine alte Balkonverkleidung.

Schlachterei „Zur Florfliege“.  
Florfliegen sind die bittere Geißel jedweden Ungeziefers. In unserem Insektenhotel können sie ihre Raubzüge perfide planen, gut geschützt in einer ihres Bodens entledigten PET-Flasche prall gefüllt mit Wellpappe.

Hotel mit Dachgarten. 
Die Dachterrasse besteht aus zwei zusammengenagelten Paletten. Begrünt mit Wildblumen lockt sie Bienen an, bietet Schutz von oben und integriert das Hotel optisch in den Park. Auf eine isolierende Zwischenschicht haben wir verzichtet, damit sich kein Kondenswasser bildet.

Dieses Projekt entstand in Anlehnung an einen Artikel bei Biotope City, dem internationalen Online-Journal für Stadtnatur.

Bei seiner Eröffnung stand das Insektenhotel noch mitten im Grünen

Totes Holz schafft neuen Lebensraum

Das Erdgeschoss besticht durch Igeltauglichkeit
Rechts unten: Eine Balkonbalustrade wird zur Niststätte für Wildbienen
Eine aufgeschnittene PET-Flasche mit Wellpappe als Domizil für Florfliegen

Fünf Stockwerke. Eine Million Sterne
Kurze Zeit später: Das Sonnendeck mit Bienenlandeplatz.

Mittwoch, 25. Juli 2012

Der Beet-Club Altona und seine digitalen Auswüchse.

Über den verlassenen Suttnerblog rollt nicht mal mehr Tumbleweed, im Suttnerpark grünt und blüht es. Erdbeeren, Spinat, Kapuzinerkresse und Frühlingszwiebeln aus dem Hochbeet wurden bereits verkostet. Und trotz des Anfängerfehlers, Tomaten und Kartoffeln in das gleiche Beet zu pflanzen (Braunfäule!), stehen beide „gut im Saft“, wie der Gärtner sagt.

Mehr noch als die selbstgezogenen Köstlichkeiten entzückt mich der rege Andrang auf das reichhaltige Blütenbuffet. Am Steppensalbei tummeln sich Hummeln. Die Wildblumen locken scharenweise Honigbienen in den Park. Und sogar Schmetterlinge lassen sich mittlerweile mit Vorliebe auf einem Flecken nieder, den sie vorher weiträumig umflattert haben.

Aber auch Menschen scheint der Beet-Club Altona anzuziehen: Immer öfter entfalten sich auf der Wiese neben den Hochbeet die Blumenmuster von Picknickdecken. Wie aus einigen Plastikbehältern auf der Fensterbank eines der schönsten Beete in Altona wurde, könnt ihr auf dem Suttnerblog Board „Freundeskreis Suttnerpark“ bei Pinterest nachverfolgen.


Der Freundeskreis Suttnerpark trifft sich immer dienstags ab 20:00 Uhr beim Beet-Club Altona, dem gemeinschaftlichen Hochbeet im Suttnerpark.

Samstag, 23. Juni 2012

Greenisfaction. Wie ich die Bombe lieben lernte.

Seit kurzem gehe ich noch lieber ins Büro als ohnehin schon. Denn in der Tristesse meines Arbeitsweges habe ich einige Seedbombs drapiert, Kugeln aus Erde, Lehm und Blumensamen. Nun schaue ich Tag für Tag, ob sie schon gedeihen. Und während der Rest der Menschheit Pappbecher mit überteuertem Kaffee durch die Gegend schleppt, sieht man mich immer öfter mit einer Wasserflasche zum Gießen gen S-Bahn flanieren.

Ermöglicht wurde mir dieser florale Ungehorsam von Greenisfaction, dem aufstrebenden Online-Versand für Guerilla Gardening. Auf dem Gartendeck Sankt Pauli hat mich Geschäftsführerin Sarah Volk nicht nur mit Samenkugeln versorgt, ich habe auch zusehen dürfen, wie selbige gerollt und getrocknet wurden. Normalerweise geschieht das in einer Behindertenwerkstatt, was die kleinen Kugeln noch großartiger macht.

Die Seedbombs von Greenisfaction werden den vielfältigen Erfordernissen paramilitärischer Stadtbegrünung gerecht. Ich habe mich für die Variante „Bienenstaatsbankett“ entschieden, die ihrem wundervollen Namen mit einer Füllung aus bis zu 40 insektenfreundlichen Arten alle Ehre macht. Und da viele Stadtgärtner als Nutzpflanzen nur solche betrachten, die ihnen selbst nutzen, gibt es die Seebdombs auch als Gemüsemunition.

Der Sommer hat noch nicht einmal angefangen! Höchste Zeit, aufzurüsten:

Guerilla Gardening ist Handarbeit

Erdgeschoss
Fluggemüse
Greenisfaction Geschäftsführerin Sarah Volk und ihr großer Wurf